
St. Barbara
Die St.-Barbara-Kirche ist die Ortskirche von Heringhausen am Diemelsee, wurde um 1100 erbaut, zählt zu den frühromanischen Kirchen und hat den Status einer Kleinbasilika.
Es ist überliefert, dass die Gründung dieser Kirche im Zusammenhang mit dem nahegelegenen Benediktinerkloster steht, welches seinerzeit von Kunigunde, der holden Gemahlin von Kaiser Heinrich II., erbaut wurde.
Im Mai 1017 hielt sich Kunigunde im Königshof Kaufungen auf, welcher ihr schon im Jahre 1008 von Kaiser Heinrich II. als Witwengut geschenkt worden war (Witwengut = im Mittelalter eine von Seiten des Mannes zu Gunsten des Unterhaltes seiner Ehefrau getroffene Fürsorge, für den Fall, dass sie einmal Witwe werden sollte). Dort soll sie während einer schweren Krankheit gelobt haben, ein Kloster zu stiften. Sie gesundete, ließ das Benediktinerkloster bauen und zog sich nach dem Tod ihres Mannes als einfache Nonne dorthin zurück, wo sie am 03. März 1033 starb.
"Kaiser Heinrich II. und seine Frau Kunigunde waren bereits zu Lebzeiten ein außergewöhnliches Herrscherpaar. Heinrich und Kunigunde waren beide gebildet und sehr fromm. Beide traten für eine Kirchenreform ein, überzeugten durch eine konsequente kirchliche Haltung und ihren Stiftungseifer und versuchten, Frieden zu stiften."
- Erstbistum Bamberg -
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Kaiser Heinrich II. und seine Frau Kunigunde, Österreich, 15. Jahrhundert
Tafelbild Brünn, Mährische Galerie, IN A689
Die Kleinbasilika war stilbildend beim Bau der Strombrucher Brücke und der Sperrmauer des Diemelsees, was auch einige der nachfolgenden Bilder verdeutlichen.

